Zeichnen in Tbilisi

Weltreise Tag 4 bis 7

Nach Kiew ging es auf der Weltreise 18/19 nach Tbilisi, der Hauptstadt von Georgien. In einigen Ecken der Stadt duftet es nach frisch gebackenem Brot, reifem Obst, Gemüse und Gewürzen. In anderen Ecken steigen einem wiederum Düfte in die Nase, die man lieber nicht kennen gelernt hätte. Die Straßen sind eng und kaputt, Fußgängerwege findet man außerhalb des Zentrums selten, Autofahrer bereichern die Geräuschkulisse mit ständigem Hupen und durch die Straßen ziehen unzählige streunende Hunde und Katzen.

Kleine Stände in Tbiissi

Sehenswürdigkeiten in Tbilisi

Sameba-Kathedrale in Tbilisi

Die Sameba-Kathedrale ist eine der wichtigsten der Georgisch Orthodoxen Kirchen und die größte Kirche im Gebiet des Südkaukasus. Vor dem Bau der Sameba-Kathedrale sendeten zahlreiche Architekten in einem Architektenwettbewerb ihre Entwürfe für die Kathedrale ein, von denen der Bau eines Entwurfs im Jahr 2004 vollendet wurde. Sie ist also noch ein ziemlich junges Kirchengebäude.

Sameba-Kathedrale in Tbilisi

Ich besuchte die Saint Trinity Kathedrale kurz nach meiner Ankunft relativ spät am Abend und wurde Zeuge einer wunderschönen Kulisse: Der Regen zuvor am Tag lies den gesamten Platz durch das Wasser wie einen Spiegel wirken, sodass sich atemberaubende Bilder schießen lassen konnten.

Saint Trinity Kathedrale Eingang

Die Kathedrale darf betreten werden, jedoch ist es verboten Bilder zu machen und man muss sich an gewisse Regeln halten wie beispielsweise seinen Kopf bedeckt halten. Am besten informiert man sich vorab, denn mit ein wenig Pech sitzt ein schlecht gelaunter Mann am Eingang, der auf Nachfragen negativ reagiert und einem das Gefühl gibt lieber schleunigst das Weite zu suchen.

Saint Trinity Kathedrale in Tbilisi

Laternen der Saint Trinity Kathedrale

Spiegelung der Saint Trinity Kathedrale in einer Pfütze

Nariqala

Die Nariqala ist die Ruine einer Festung in Tbilisi, die im späten 3. Jahrhundert erbaut wurde und aufgrund ihres Standortes auf dem dem Gipfel des Sololaki-Gebirgskamms bei gutem Wetter von vielen Punkten der Stadt aus gesehen werden kann.

Aussicht von der Burg von Tbilisi

Man kann die Nariqala bequem über eine Seilbahn für nur 2,50 Lari pro Person (das sind zirka 80 Cent) oder über eine Straße aufwärts die Festung zu Fuß erreichen. Die Aussicht von oben ist grandios. Zur einen Seite schaut man in die Natur mit Bäumen, Klippen und Felsen, zur anderen Seite schaut man auf die Stadt.

Aussicht von der Burg von Tbilisi in die Natur

Aussicht von der Burg von Tbilisi auf die Stadt

Friedensbrücke

Wie die Sameba-Kathedrale ist auch die Friedensbrücke noch sehr jung: Die 150 Meter lange Brücke aus Glas und Stahl wurde im Mai 2010 eröffnet und verbindet die Altstadt mit dem Rike-Park über dem Kura-Fluss.

Brücke von Tbilisi

Brücke von Tbilisi

Brücke von Tbilisi

Skizzen und weitere Inspirationen aus Tbilisi

Skizzen aus Tbilisi

Auch die Skizzen von Tbilisi sind im Hotelzimmer entstanden, da es doch ein wenig kühl war zum draußen Zeichnen. Allerdings frage ich mich, ob es für die Weltreise nicht vielleicht sogar besser ist die Bilder nicht vor Ort zu zeichnen, denn ich befinde mich nur wenige Tage in der jeweiligen Stadt und das Tempo von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu gehen würde wohl doch massiv gedrosselt werden, wenn ich ständig anhalte zum Zeichnen. Wahrscheinlich muss ich es einfach vom Ort abhängig machen. Und das Wichtigste ist, dass das Skizzenbuch voll wird – egal auf welche Weise!

Skizze von einem Haus in Tbilisi

Skizze von einem Marktstand in Tbilisi

Straßen in Tbilisi

kaputte Häuser in Tbilisi

Pflanzen am Haus in Tbilisi

Hinterhof in Tbilisi

Kontraste in Tbilisi

schöne Straße in der Altstadt in Tbilisi

Verkaufsstand mit Fischen in Tbilisi

Verkaufsstand mit Obst in Tbilisi

Ein paar letzte Gedanken

Tbilisi erinnerte mich mit seinen kaputten Häusern und schlechten Straßen unwillkürlich an das kleine Städtchen in Polen, wo meine Mutter geboren war. Jedoch vor über 20 Jahren, bevor es die EU auf Vordermann brachte. Man begegnet der Armut der Bevölkerung überall, denn sogar die Ältesten der Bevölkerung gehen täglich auf die Straßen und versuchen irgendetwas zu verkaufen, um Geld zu verdienen. Allerdings findet man auch Ecken, die wesentlich besser aussehen, sodass in Tbilisi natürlich nicht alles schlecht ist.

Tbilisi hat seinen ganz eigenen Charme, der so viel anders ist, als das, was man aus Deutschland kennt. So oder so nehme ich eine Menge Inspiration und neue Eindrücke von Tbilisi mit.

Tbilisi, eine Stadt mit Charme

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