Zeichnen in Honolulu

Weltreise Tag 37 bis 41

Aloha! Die 16. Haltestelle auf meiner Weltreise befindet sich mitten im Pazifischen Ozean: Es ging nach Honolulu, die Hauptstadt vom wunderschönen Hawaii. Obendrein begab ich mich auch noch auf eine Zeitreise. Nein, das ist kein Tippfehler, ich reiste tatsächlich durch die Zeit :)

Meine erste Zeitreise

Am 37. Tag der Weltreise startete das Flugzeug nachts um 23:40 Uhr in Osaka und landete – ebenfalls am 37. Tag – morgens um 12:00 Uhr am Flughafen in Honolulu. Ich bin also ein waschechter Zeitreisender!

Nun gut, es handelte sich nicht wirklich um eine Zeitreise, sondern um eine Reise durch die Zeitzonen. Zeitzonen sind übrigens ein gutes Stichwort, denn genau wie der gute Phileas Fogg habe ich die Datumsgrenze in der Nähe des 180. Längengrades vergessen! Zum Glück fiel mir das noch in Kuala Lumpur auf, denn für den 37. Tag war ursprünglich kein Hotel in Honolulu gebucht.

Und wie habe ich meinen extra Tag auf der Weltreise verbracht? Ich habe geschlafen, denn während des sieben stündigen Fluges habe ich kein Auge zu bekommen und kam völlig gerädert in den USA an. Zum Abend hin machte ich mich aber dennoch zum Strand auf, um mir den Sonnenuntergang anzuschauen. Schön ist der ja immer, egal wo man auf der Welt ist.

Sonnenuntergang Waikiki Beach

Waikiki Beach

Mond und Palmen

Wandern auf dem Diamond Head

Der Diamond Head (auf Hawaii auch bekannt als Lēʻahi) ist ein riesiger Krater im Südosten von O’ahu und das Wahrzeichen von Hawaii. Es heißt, dass er vor mehr als 2,5 Millionen Jahren während einer Phase von Eruptionen zweier Vulkane entstand. Seine heutige Form soll sich aber erst vor 300.000 Jahren gefestigt haben.

Diamond Head Hawaii

Von der Mitte des Kraters aus beginnt ein 1,3 Kilometer langer Wanderweg, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Ohne Wasser sollte man die Wanderung auf keinen Fall auf sich nehmen, denn selbst im Dezember ist es auf Hawaii so heiß wie im Sommer in Deutschland und es sind besonders die mitunter ziemlich steilen Treppen, die einem alles abverlangen.

Aussicht auf den Krater – Diamond Head, Hawaii

Unterwegs kommt man an einigen Punkten vorbei, an denen man kurz durchatmen und die Aussicht genießen kann. Leidensgenossen findet man immer und wenn diese waschechte US-Amerikaner sind, dann kommt man garantiert mit ihnen ins Gespräch. Smalltalk ist eine Disziplin, die in den USA wirklich gemeistert wurde: natürlich, herzlich und freundlich – ohne dabei aufdringlich zu werden. Es ist, als würde man überall auf dem Wanderweg Bekannten begegnen, die einen anfeuern oder mit einem mitleiden.

Bunker auf dem Diamond Head, Hawaii

Endstation des Wanderpfades ist die 170 Meter höher liegende Aussichtsplattform, von der aus man einen grandiosen Ausblick auf Honolulu und die Umgebung geboten bekommt. Es ist mitunter ein wenig eng, denn es steigen jede Menge Menschen hoch und alle möchten sich mit Selfies und Landschaftsfotos belohnen.

Diamond Head Hawaii Aussichtsplattform

Ausblick auf die Südküste – Hawaii

Honolulu – Aussicht vom Diamond Head

Der Abstieg verlief zwar wesentlich entspannter, aber für weitere große Abenteuer hatte ich nach dieser Wanderung keine Energie mehr. Ich ließ den Abend im Hotel ausklingen, schnitt Videos, schrieb Blogbeiträge und freute mich, dass ich auf Hawaii bin.

Ein längerer Tagesausflug als gedacht

Am nächsten Tag standen eigentlich nur zwei Punkte auf dem Plan: Pearl Harbor besuchen und am in der Nähe liegenden Kamehameha-Strand entspannen. TheBus (so lautet der Name des öffentlichen Busbetreibers in Honolulu) sollte an diesem Tag nach dem Erwerb einer Tageskarte mein bester Freund sein! Da ahnte ich noch nicht, was für ein verwirrender Freund er sein würde.

Pearl Harbor

Die Hinfahrt gelang ziemlich mühelos: Um die Ecke vom Hotel befand sich die Bushaltestelle und in weniger als einer Stunde Fahrt (ohne Umsteigen) erreichte ich auch schon Pearl Harbor.

Eingang Pearl Harbor

Die Geschehnisse in Pearl Harbor während des Zweiten Weltkrieges sind sogar Leuten bekannt, die sich nicht für Geschichte begeistern können: Am 7. Dezember 1941 griff das Japanische Kaiserreich ohne Vorwarnung Pearl Harbor aus der Luft an und löschte dabei den Großteil der US-Schlachtflotte aus. Dies machte das Japanische Kaiserreich für einige Monate zur größten Macht im Pazifikraum.

Pearl Harbor Hawaii

Der Eintritt auf das Gelände ist kostenlos, allerdings darf man keine Rucksäcke hinein nehmen und kann sie gegen eine kleine Gebühr aufbewahren lassen. Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Tafeln, die genauestens über die Ereignisse informieren sowie ein Museum, das man frei betreten kann.

Pearl Harbor Museum

Wer möchte, kann vor Ort kostenpflichtige Touren buchen und – ebenfalls kostenpflichtig – eines der Schiffe betreten. Ein Besuch von Pearl Harbor kann also sehr unterschiedlich ausfallen: Man kann dort einen ganzen Tag verbringen und wirklich alles untersuchen, was einem geboten wird, oder aber nur einige Eindrücke mitnehmen und weiter ziehen.

Pearl Harbor Schlachtschiff

Endstation meines Besuchs war eine Fahrt mit dem Boot zum USS Arizona Memorial (wobei wir es nur vom Boot sehen und nicht betreten durften). Es handelt sich hierbei um eine Gedenkstätte, die über die versunkene USS Arizona gebaut wurde. Sie war ihrer Zeit eines der mächtigsten Schlachtschiffe. Von einer Bombe getroffen sank sie in nur neun Minuten und wurde zum Todesort von 1.177 Menschen.

USS Arizona Memorial

Downtown statt Strand

Es stellte sich nach einem langen Fußmarsch und mehreren sehr hohen Zäunen heraus, dass sich der Strand mit dem wundervollen Namen Kamehameha auf Militärgelände befand und ich ihn nicht einfach so betreten konnte. Es bestand die Möglichkeit einen Besucherpass oder ähnliches zu beantragen, aber der Raum sah relativ voll aus und meine Füße taten mir noch vom Diamond Head weh. Ich entschied mich daher für den Heimweg.

Allerdings stand ich damit auch schon wieder vor dem nächsten Problem, denn ich war weit weg von der Buslinie mit der Direktverbindung zu meinem Hotel und Linien- sowie Fahrpläne sind leider nicht existent an den Bushaltestellen in Honolulu. Letzten Endes stieg ich in den nächstbesten Bus, der zumindest in die richtige Richtung fuhr. Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt fuhr der Bus eine super interessante Haltestelle an, also hüpfte ich schnell heraus und stand vor…

König Kamehameha

… Kamehameha! Es war aber nicht der Strand, sondern eine Statue von König Kamehameha I, dem ersten König von Hawaii. Ich bin mitten in Downtown ausgestiegen und das bedeutete, dass eine spontane Sightseeing-Tour eingeschoben wurde.

ʻIolani-Palast Honolulu Hawaii

Downtown Honolulu Hawaii

Hawaii State Capitol – Downtown Honolulu

Zeichnungen aus Honolulu

Die restlichen Tage in Honolulu habe ich hauptsächlich damit verbracht Fische beim Schnorcheln zu beobachten, am Strand zu liegen und zu zeichnen! Letztendlich waren es ganz alltägliche Dinge, die ich in meinem Skizzenbuch festgehalten habe. Und hierzu gehört tatsächlich ein Regenbogen! Es scheint, als würde immer einer über O’ahu sein.

Fische von Hawaii zeichnen

Zeichnung Surferin Hawaii

Zeichnung Regenbogen und Helikopter Hawaii

Ein paar letzte Gedanken

Ich hätte mir keinen besseren Ort für die Mitte der Weltreise vorstellen können als Honolulu. Die Weltreise ist ein wunderbares Abenteuer für das ich sehr dankbar bin, aber es tat gut ein paar Tage die Füße hochzulegen und nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu laufen.

Eines Tages möchte ich Hawaii erneut besuchen und die anderen Inseln mit meinem Skizzenbuch entdecken! Und da es sicher wieder ins Wasser gehen wird, werde ich mir ein Surfshirt zulegen. Warum nicht einfach Sonnencreme benutzen? Das kann dir dieses Video über die fürchterlichen Auswirkungen von Sonnencremes auf Korallenriffe besser erklären als ich!

Abstieg vom Diamond Head – Honolulu, Hawaii

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