Zeichnen in Colombo

Weltreise Tag 14 bis 16

Sri Lankas Hauptstadt ist laut, eng, voll und kaputt. Als jemand, der kaum etwas von der Welt gesehen hat und in einer Großstadt-Blase aufgewachsen ist, war mein erster Eindruck von Colombo absolut chaotisch: Kaputte Straßen mit kaputten oder gar keinen Gehwegen, unzählige durcheinander fahrende Tuk Tuks, Motorräder und Autos, kreuz und quer umherlaufende Menschen und hinab hängende Stromkabel auf Augenhöhe. Ich war mir wirklich nicht sicher, wie ich in diesem Durcheinander etwas zum Zeichnen finden sollte.

Sehenswürdigkeiten in Colombo

Der Lotus-Tower

Der Lotus-Tower ist ein 350 Meter hoher Turm, der Colombo eine Skyline mit Wiedererkennungswert verleiht. Seinen Namen verdankt er seinem Design, denn er soll eine pinke Lotusblume darstellen. Leider sind die Arbeiten an dem Turm noch nicht beendet, weswegen er für Besucher vorerst verschlossen bleibt.

Skyline von Colombo Sri Lanka

Der Turm ist zwar schön anzusehen, aber er löste keine Begeisterung für eine Zeichnung in mir aus. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich ihn immer nur aus der Ferne und nicht richtig scharf gesehen habe.

Lotus Tower in Colombo Sri Lanka

Gangaramaya Park

Der Gangaramaya Park befindet sich auf einer kleinen Insel im Zentrum von Colombo. Im Park laufen Hühner und Enten umher, man kann sich auf einer der vielen Bänke nieder lassen und auch wenn ich hier nichts zum Zeichnen gefunden habe, so konnte die Drohne zumindest ohne jemanden zu stören in die Luft steigen.

Gangaramaya Park< in Colombo Sri Lanka

Fort

Fort ist das Geschäftsviertel von Colombo, wo sich im Gegensatz zu anderen Teilen der Stadt ein wenig breitere Straßen befinden mit begehbaren Gehwegen. Auch die Gebäude sind hier anders, denn viele wurden von den mehrfach wechselnden europäischen Kolonialmächten in der Vergangenheit erbaut.

verzierter Elefantenkopf an Hauswand in Colombo Sri Lanka

Europäischer Baustil in Colombo

Straße in Fort Colombo

Skizzen und weitere Inspirationen aus Colombo

Skizzen aus Colombo

Am Ende des Tages waren es nicht der Lotus-Tower oder die europäischen Gebäude von Fort die es in mein Skizzenbuch geschafft haben, sondern die chaotische Straße direkt vor dem Hotel mit all ihren Tuk Tuks, Geschäften, Menschen und Kabeln. Es fiel mir sehr schwer dieses Chaos auf Papier zu bringen, denn man muss solche Ideen gut planen, bevor man los legt.

Dass mir die Planung nicht so gut gelungen ist sieht man an dem Fahrradfahrer in der Mitte, aus dem im Gegensatz zum Rest ein regelrechter Riese geworden ist. Dennoch ist es endlich einmal ein Bild, in dem etwas los ist! Genau das fehlte mir nämlich bislang in allen meinen Bildern.

Zeichnung volle Straße in Colombo Sri Lanka

Zeichnung Gesichter in Colombo Sri Lanka

Straßen in Colombo

Fernab von Fort findet man entlang der Straßen überall bunte, wenn auch kaputte Häuser sowie parkende oder von A nach B fahrende Tuk Tuks. Diese hört man übrigens auch, denn in Colombo wird ständig gehupt. Ich lernte das Hupen zum Schluss sehr zu schätzen, denn das kurze TUUT bedeutet auf den engen Straßen so viel wie Ich habe Sie gesehen und werde Sie nicht mit meinem Fahrzeug umnieten. Bitte machen Sie keine hastigen Bewegungen, Danke.

Alltag in Colombo von oben

Straße in Colombo von oben

Stand mit Obst in Colombo Sri Lanka

Ein paar letzte Gedanken

Colombo mag vielleicht kein Reiseziel sein, dass ich unbedingt noch einmal besuchen möchte, aber die Stadt lehrte mich mein Glück in Deutschland wohnen zu dürfen wirklich zu schätzen. Alltägliche Dinge wie bspw. eine Dusche sind keine Selbstverständlichkeit in anderen Ländern: Auf einer der vielen Dachterrassen konnte man sehen, wie sich Menschen mit nur einem Lappen und einem Eimer Wasser wuschen.

Am Flughafen nahe Colombo zeichnen

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