Portrait zeichnen

Grundlagen & Anleitung

Wer geübt hat wie man einen Kopf zeichnet und sich darin sicher fühlt, der kann als Nächstes ein Portrait in Angriff nehmen. Portraits gehören zwar zu den schwierigeren Zeichenmotiven, mit einer Vorlage und ein wenig Übung kann man aber sehr schnell große Fortschritte machen.

In dem Beispiel der Anleitung wird ein schwarz-weiß Portrait einer Frau mit Bleistift gezeichnet. Die Vorgehensweise hilft allerdings auch andere Portrait-Motive zeichnen zu können.

Skizze

Zunächst übersetzen wir unsere Portrait-Vorlage in eine Skizze. Hierfür sollten wir uns viel Zeit nehmen und immer wieder prüfen, ob wir die Proportionen des Gesichtes und Kopfes richtig übertragen haben.

Werden Abstände und Größen einzelner Elemente präzise getroffen, wird die Portraitzeichnung genau wie das Original aussehen. Abweichungen führen hingegen dazu, dass die fertige Zeichnung dem Original nur ähnlich sieht.

Skizze zeichnen Portrait

Haut zeichnen

Bestenfalls haben wir bereits in der Skizze Markierungen für alle Schatten unseres Portraits gesetzt. Um sich aber über jeden Strich absolut sicher zu sein, kann ein regelmäßiger Blick auf die Vorlage dennoch nicht schaden.

Der perfekte Bleistift zum Zeichnen von Haut ist meiner Meinung nach der 2H Bleistift, denn mit ihm können wir zuverlässig helle Stellen auszeichnen ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob es zu dunkel werden könnte.

Portrait Haut zeichnen Bleistift

Tiefe aufbauen

Mit einem HB Bleistift können wir nun stärkere Schatten aufbauen, die Lippen modellieren und uns den Augen widmen.

Selbst bei sehr hellen Lippen würde ich zum HB und nicht zum 2H greifen, denn da sich Lippen farblich von der Haut abheben und man bei Bleistiftzeichnungen nur mit Grautönen arbeiten kann, schafft der Unterschied zwischen den Dunkelheiten eine gute Brücke zwischen beiden Elementen.

Schatten im Gesicht zeichnen

Letzte Schritte mit weichen Bleistiften

Für dunkles Haar und die Wimpern eignen sich der 2B und 4B Bleistift besonders gut. Auch dunkle Schatten wie beispielsweise in den Nasenlöchern sollten wir mit diesen Bleistiften nachzeichnen, damit die Tiefen im Portrait ausgewogen werden.

Der dunkelste Punkt in unserem Portrait sollte übrigens immer die Pupille sein. Da sie jegliches Licht absorbiert, darf nichts anderes dunkler sein. Wer sich also spontan dazu entscheidet mit einem noch weicheren Bleistift sein Portrait stellenweise zu verbessern, der sollte mit dem gleichen Bleistift auch die Pupillen nachzeichnen.

Portrait zeichnen lernen

Braucht ein Portrait einen Hintergrund?

Eine Portraitzeichnung benötigt nicht unbedingt einen Hintergrund. Während ein Portrait ohne Hintergrund die volle Aufmerksamkeit auf die abgebildete Person zieht, so kann ein Hintergrund der Zeichnung zusätzliche Spannung verleihen. Konkrete Räume, Umgebungen oder einfarbige Hintergründe können jeweils verschiedene Wirkungen auf das Portrait haben und es in einen völlig neuen Kontext setzen.

Zeichnen in San Francisco

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