Blumen zeichnen

Tulpe, Kirschblüte & Rose

Blumen: Manche sind groß, manche sind klein. Manche duften und manche stinken, wie z.B. der Titanenwurz. Sie alle sind aber auf ihre eigene Weise wunderschön, sodass es uns manchmal in den Fingern kribbelt sie auf Papier zu bringen. Blumen zeichnen lernen kann jeder, denn die Vorgehensweise ist immer die Gleiche: Man erfasst zunächst die Grundform der Blume, zeichnet darauf aufbauend die Skizze und beendet die Zeichnung, indem man alle Details hinzufügt und Schatten setzt.

Tulpe zeichnen lernen

Die Tulpe lässt sich sehr einfach zeichnen, denn die Zeichnung kann man mit nur vier Blütenblättern fertig stellen, von denen drei sogar kaum zu sehen sind.

Tulpe zeichnen Grundform

Im ersten Schritt schauen wir uns die Grundform der Blüte an. Diese sieht aus wie ein Ei, das gerne ein Würfel gewesen wäre.

Direkt unter dem Ei-Würfel setzt mittig der Stängel der Blume an.

Tulpe zeichnen Skizze

Im zweiten Schritt werden wir ein wenig konkreter und zeichnen die Umrisse der vier Blütenblätter als Skizze.

Das Blütenblatt links im Bild nimmt die größte Fläche der Blüte ein, sodass wir uns eine Menge Arbeit bei den restlichen Blütenblättern sparen.

Auch wenn wir uns an der Grundform (unserem Ei-Würfel) orientieren, ist es völlig okay, wenn sich die Grundform ein wenig durch die Blütenblätter verändert.

Tulpe zeichnen

Im dritten Schritt können wir uns nun an den Details austoben.

Tulpen gibt es in verschiedenen Farben, von denen manche mitunter starke Kontraste auf den einzelnen Blütenblättern tragen. In diesem Beispiel aber beschäftigen wir uns mit einem sehr simplen Exemplar.

Auf jedem Blütenblatt verlaufen sanfte Striche, die beim Stängel beginnen und am Rand des Blütenblattes enden. Der Verlauf der Striche ist wichtig, um der Tulpe ihre Dreidimensionalität zu verleihen. Ebenfalls wichtig ist auch der Schattenwurf, denn die beiden oberen Blütenblätter werden einen sanften Schatten auf das darunter liegende Blütenblatt.

Kirschblüten zeichnen lernen

Kirschblüten mögen auf den ersten Blick sehr einschüchternd wirken, aber auch sie sind im Prinzip ziemlich einfach zu zeichnen.

Kirschblüten zeichnen Grundform

Die Grundform einer Kirschblüte ähnelt einem Lampenschirm in Form einer hohlen Halbkugel.

Da eine Kirschblüte aber nie alleine ist, brauchen wir eine kleine Gruppe verschieden großer Lampenschirme, die alle in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet sind. Alle Lampenschirme sind über dünne, leicht gebogene Stängel mit dem etwas dickeren Ast verbunden.

Kirschblüten zeichnen Skizze

Das kniffligste Element der Kirschblüten sind die feinen Staubblätter. Diese sind aber im Prinzip nichts anderes als lange, leicht gebogene Strohhalme mit einer kleinen Kugel auf der Spitze. Sie beginnen in der Mitte des Lampenschirms und wachsen gleichmäßig von den Blütenblättern weg.

An jeder Kirschblüte scheinen sich ungefähr fünf oder sechs Blütenblätter zu befinden, deren Form sich stark an der Ausrichtung des Lampenschirms orientiert.

Kirschblüten zeichnen

Die Schatten auf den sehr hellen Blütenblättern sind zwar sehr fein, aber dennoch können wir nicht auf sie verzichten. Der äußere Bereich der Lampenschirme, von dem man besonders viel an der untersten Blüte rechts sieht, ist in der Regel viel schattiger als der innere Bereich.

Der Mittelpunkt der Blüten, dort, wo die Staubbläter heraus wachsen, ist der dunkelste Bereich der Blüte. Wir sollten hier auch die Ansätze der Strohhalme bzw. Staubblätter mit sehr feinen Schatten ausstatten.

Zu guter Letzt zeichnen wir mit einem besonders dunklen bzw. weichen Bleistift die Stängel und den dünnen Ast der Kirschblüte.

Übrigens: Um es genau zu nehmen handelt es sich in diesem Beispiel um eine Blutpflaume (Prunus cerasifera).

Rose zeichnen lernen

Die Rose ist der klare Gewinner unter den Blumen, wenn es um das Thema Zeichnen geht. Keine andere Blume wird in diesem Zusammenhang so oft bei Google gesucht wie sie, also darf sie in diesem Beitrag natürlich auch nicht fehlen.

Rose zeichnen Grundform

Rosen gelten als besonders romantisch und elegant, aber ihre Grundform kann man mit zwei simplen, ineinander gesteckten Bechern festhalten.

Am unteren Becher befinden sich gebogene Dreiecke, die später gründe Blätter werden, und der Stängel der Rose.

Rose zeichnen Skizze

Als nächstes widmen wir uns einer sehr detaillierten Skizze, denn ohne sie wird das später nichts mit der Zeichnung.

Beim Zeichnen der Blütenblätter stellen wir uns vor, dass wir sie um die Becher herum legen. Den inneren Becher füllen wir dabei komplett mit Blütenblättern, während am äußeren Becher nur wenige anliegen.

Die Form der Becher kann dabei ruhig etwas verloren gehen, denn sonst wirkt die Rose nicht realistisch.

Rose zeichnen

Im letzten Schritt versehen wir die Rose nun mit Schatten und Struktur. Je sauberer wir die Skizze gezeichnet haben, desto einfacher wird dieser Schritt (wobei eine Rose generell nicht einfach zu zeichnen ist).

Zwar müssen wir jedes einzelne Blütenblatt der Rose mit Schatten versehen, bei der Struktur können wir aber ein wenig schummeln: Es genügt nur die großen Rosenblätter am unteren Becher mit gleichmäßigen, feinen Strichen zu versehen, um die Illusion von Struktur auf der ganzen Rose hervorzuheben.

Die Schatten im inneren Becher werden allesamt zum Rand des Rosenblattes heller. Klingt simpel, hat in der Masse aber einen großen Effekt.

Zeichnen in Kyoto

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